Fragen und Antworten
FAQ: Häufige Fragen
Welche Lebensmittel werden getestet?
Was kostet der Test?
Für 399€ incl. Versand* und MwSt. erhalten Sie die Messung von vier verschiedenen Immunreaktionen (IgE, IgG4, IgG und Komplement) auf 88 Lebensmittel, sowie die Auswertung der Ergebnisse mit zwei Vorschlägen für Ernährungsumstellungen und dem Immun-Index. (*gilt nur für Deutschland)
Werden die Kosten für den P88 DIY von privaten Krankenkassen erstattet?
Der P88 DIY wird NICHT nach GOÄ abgerechnet. Der Test ist eine Privatleistung und eine Garantie für eine Erstattung kann leider nicht gegeben werden.
Was ist der Unterschied zwischen Allergie und Sensitivität?
IgE Antikörper sind verantwortlich für Allergien Typ I (Soforttyp). Die Allergien vom Typ III treten dagegen zeitverzögert auf und werden auch als Sensitivitäten bezeichnet. Obwohl die Reaktionen dieser beiden Immunglobuline unabhängig voneinander sind, können sie sich doch gegenseitig beeinflussen. Möglich ist eine Verstärkung der IgE-Reaktion durch IgG-Antikörper. Bei außergewöhnlich hohen IgG-Titern kann eine Reaktion auch schneller, als sonst bei IgG-Reaktionen zu erwarten wäre, eintreten.
Warum werden IgG und Komplement (C3d) zusammen getestet?
Komplement kann eine IgG-Reaktion um das 1000-10000-fache erhöhen. Es spielt daher eine wichtige Rolle in der Beurteilung der Stärke einer IgG-Reaktion. Betrachtet man nur IgG alleine, zieht man unter Umständen falsche Schlüsse, die Auswirkung auf die Empfehlungen zur Ernährungsumstellung haben.
Warum werden IgE und IgG4 zusammen getestet?
Die Messung von IgE und IgG4 erlaubt eine Einschätzung, ob gegenüber einem Lebensmittel eine Immun-Toleranz besteht. Wenn der absolute IgG4 Level gleich oder höher als eine gemessene IgE-Reaktion ist, besteht eine Toleranz gegenüber diesem Lebensmittel. Nur bei sehr hohen Titern von IgG4 müssen IgG4-assoziierte Erkrankungen (IgG4-RDs) in Betracht gezogen werden.
Warum werden IgE und IgG zusammen getestet?
Neben IgE sollte auch IgG gemessen werden, weil beide Immunantworten unabhängig voneinander eine Rolle bei Reaktionen auf Lebensmittel spielen. Sowohl Allergien/IgE Reaktionen als auch Sensitivitäten/IgG-Reaktionen führen im Körper zu Entzündungen.
Ist IgG4 gut oder schlecht?
IgG4 ist tatsächlich ein zweischneidiges Schwert. In der Regel wird IgG4 gebildet, um uns vor einer IgE-Immun Reaktion zu schützen. Auf diesem Prinzip beruht z.B. die Hyposensibilisierung. Der Körper wird immer wieder mit dem Allergen, beginnend mit sehr niedriger Dosierung, gefolgt von behutsamer Steigerung der Dosis, konfrontiert. In Folge soll erreicht werden, dass die IgG4-Bildung ansteigt und so Immun-Toleranz gegenüber dem Allergen erzielt wird.
Bei einer Störung des Immun-Systems kann es jedoch auch zu einer übermäßigen Bildung von IgG4 kommen. Dieses kann dann in Gewebe eindringen und dieses schädigen. Dies sind vor allem Gewebe wie Schilddrüse, Prostata, Eierstöcke, Pankreas, Ösophagus, Lymphknoten und Speicheldrüsen.
Warum werden beim P88 Gluten und Weizen getestet?
Neben Gluten können im Vollkornweizen noch andere Proteine für eine IgE vermittelte Weizen-Allergie oder IgG vermittelte Weizen-Sensibilität verantwortlich sein. Diese Proteine sind in der Lage eine Reaktion auf Gluten zu maskieren. Gluten besitzt außerdem ein sehr hohes Antigen-Potential, weshalb es sinnvoll ist auch Reaktionen auf kleinste Mengen an Gluten zu erfassen. Aus diesen Gründen wird sowohl auf isoliertes Gluten als auch Vollkornweizen getestet. Im Falle von positiven Reaktionen auf Gluten müssen entsprechend auch andere glutenhaltige Getreide aus der Ernährung eliminiert werden. Dies wird entsprechend bei den Ernährungsvorschlägen (Weniger bzw. stärker restriktiv) berücksichtigt.
Bei der IgG-vermittelten Weizen-Sensitivität spielt WGA (Wheat-Germ-Agglutinine) eine wichtige Rolle. WGA gehört zu der Gruppe der vorwiegend in Pflanzensamen vorkommenden Lektine, die beim Reifungsprozess als Funktions-Proteine agieren, sowie vor Insektenfraß und Parasitenbefall der Samen schützen. Reich an Lektinen sind bekanntermaßen z.B. Bohnen, Kichererbsen und andere. Die Eigenschaften in Bezug auf Säure- und Hitzestabilität, sowie Angreifbarkeit durch Verdauungsenzyme unterscheiden sich jedoch. WGA im Weizen nimmt eine Sonderstellung ein, denn es ist hitzestabil und wird beim Kochen/Backen nicht, wie es bei Hülsenfrüchten der Fall ist, zerstört.
Warum wird auf Schimmel getestet?
Natürlich isst niemand absichtlich Schimmel. Lebensmittel oder die Umgebung können jedoch mit Schimmel belastet sein. Bestehen Allergien oder Sensitivitäten auf Schimmel geht dies in der Regel mit der Verschlechterung bestehender chronischer Erkrankungen einher. Nach positiver Immunreaktion auf Schimmel ist deshalb eine Vermeidung von potenziell höher mit Schimmel belasteten Lebensmitteln angebracht. (Siehe ‚Welche Lebensmittel können höher mit Schimmel belastet sein‘). Es sollte auch eine Überprüfung des Lebensumfeldes bezüglich Schimmelbelastung erfolgen.
Aspergillus-Mix – Auf welche Schimmelpilze wird getestet?
Beim P88 werden folgende Schimmelpilze getestet: Aspergillus oryzae, A. niger, A. repent, A. terries.
Welche Lebensmittel können höher mit Schimmel belastet sein?
Höhere Schimmelbelastung ist zu erwarten bei Essig und allen Essig enthaltenden Produkten (z.B. Mayonnaise, Ketchup, sauer Eingelegtes, Senf etc.). Potenziell betroffen können auch alle Trockenfrüchte, Dosen-Tomaten, Schimmelkäse, Säfte und Alkohol sein. Außerdem ist Vorsicht geboten bei Walnüssen und Erdnüssen. Speisen sollte stets frisch verzehrt werden.
Was tun bei positivem Test auf Schimmel?
Der P88-DIY misst die Immunantwort auf Schimmel, kann aber keine Auskunft über die möglichen Quellen der Exposition treffen. Neben Lebensmitteln sind daher auch das häusliche und berufliche Umfeld in Betracht zu ziehen.
Kreuzreaktionen – Was muss man wissen?
Ähneln sich Proteinstrukturen verschiedener Substanzen kann es zu Kreuzreaktionen kommen. Das Immunsystem reagiert auf die ähnliche Proteinstruktur wie auf das echte Allergen. Dies können sowohl andere Lebensmittel als auch inhalative Antigene (Pollen, Milbenkot etc.) oder Kontaktallergene wie z.B. Latex sein. Unter Umständen erhält man so ein positives Ergebnis auf ein Lebensmittel, dass nie verzehrt wird. Umgekehrt kann es hilfreich sein, bekannte Kreuzreaktionen bei einer Nahrungsumstellung zu berücksichtigen. Siehe auch ‚Liste Kreuzreaktionen‘.
Sind IgG-Reaktionen Ursache oder Folge erhöhter Darmpermeabilität?
Die Antwort ist – Beides. Es gibt verschiedene Gründe für eine erhöhte Darmpermeabilität. Stoffe, die die Tight Junctions schädigen und zu Leaky Gut führen können sind LPS (Bakterien, Toxine), Schwermetalle, Medikamente (Aminoglycosid-Antibiotika, Chemotherapeutika, NSAR, HIV-Virustatika), Alkohol, Nikotin und Tenside.
Bei erhöhter Darmpermeabilität gelangen größere Moleküle durch die Darmwand in die Blutbahn und lösen dort Immunreaktionen aus. In der Folge können Allergien und Sensitivitäten auf Lebensmittel entstehen.
Bestehende Lebensmittelallergien und -sensitivitäten erhöhen die Ausschüttung von Entzündungsmediatoren. Die anhaltenden Entzündungen durch wiederholte Aufnahme der Allergene beeinträchtigt die Darmbarriere.
Warum kann der Test auf Gluten negativ sein, obwohl Symptome nach Verzehr beobachtet werden?
Neben Allergie oder Sensitivität kann es auch andere Gründe für Reaktionen auf Gluten geben, die der Test nicht detektiert.
- In Studien wird Gluten mit einem verminderten Level von freiem Tryptophan, und in der Folge reduzierter Produktion von Serotonin mit den entsprechenden psychischen Auswirkungen, in Verbindung gebracht.
- Gluten kann mit Bromiden belastet sein, das die Aufnahme von Jodid stört und so die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigt.
- Getreide sind nicht selten Schimmel belastet. Auch dies kann ein Grund für eine Reaktion sein.
Gewichtszunahme durch LM-Sensitivitäten – Ist das möglich?
Lebensmittel-Sensitivitäten verursachen Entzündungsreaktionen. Diese Entzündungen können zu einem Anstieg der Leptin-Produktion führen. Eigentlich ist das Hormon Leptin verantwortlich für das Sättigungsgefühl. Die Leptin-Ausschüttung ist proportional zum Fettanteil des Körpers. Bei Übergewicht entsteht jedoch zunehmend Leptin Resistenz und das Hormon kann seine Aufgabe nicht mehrerfüllen – das funktionelle Gleichgewicht zwischen Grehlin (Growth Hormone Release Inducing) und Leptin ist gestört und das Sättigungsgefühl setzt nicht ein. Im Gegenteil bleibt weiter Hungergefühl bestehen und Grehlin hemmt den Fettabbau und fördert weitere Fettspeicherung. Ein weiterer Anstieg des Leptins durch Entzündungen befeuert die Leptin-Resistenz. Ein Teufelskreis…, Durch Elimination entzündungsfördernder Lebensmittel kann eine Reduktion der übermäßigen Leptin Ausschüttung erreicht werden.
Was haben Lebensmittel-Allergien oder – Sensitivitäten mit der Schilddrüsenfunktion zu tun?
Die gegebenenfalls durch Lebensmittel-Allergien und/oder – Sensitivitäten ausgelösten Entzündungen können das Schilddrüsengewebe schädigen und die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen. Die Aktivierung von T4 in T3 kann vermindert sein, oder die Infiltration des Gewebes führt zur vermehrten Bildung von Autoimmun-Antikörpern. Besonders hohe Titer von IgG4 können zu der IgG4-assoziierten Riedel-Struma (IgG4-positive fibrosierende Hashimoto-Thyreoiditis) führen. Auch hohe Komplement-Titer werden mit Thyreoiditis in Zusammenhang gebracht. Die Vermeidung der verursachenden Lebensmittel kann also zu einer Verbesserung der Schilddrüsenfunktion beitragen.
Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Depression und mehr – Können Lebensmittel-Sensitivitäten die Ursache sein?
Die Antwort ist ein klares Ja. Auch wenn die Reaktionen auf Lebensmittel im Darm beginnen, müssen nicht zwangsläufig Darmprobleme auftreten. Der entzündliche Prozess, der im Darm beginnt, kann sich an verschiedensten Stellen des Körpers durch Auswirkungen bemerkbar machen.
Wie werden beim P88-DIY die Referenzbereiche ermittelt?
Jedes zertifizierte Labor ist verpflichtet jährlich eigene Referenzbereiche zu entwickeln. Die Referenzbereiche verschiedener Labore können sich unterscheiden und sind daher nicht vergleichbar.
Alle Werte der hunderttausenden Tests, die bei Precision Point Diagnostics durchgeführt werden, werden auf Ihre Verteilung hin untersucht. Im Allgemeinen werden die oberen 5% der Verteilung als Hoch eingestuft (>95%), die nächsten 20% als Moderat (>75% – 95%) und die nächsten 65% als Niedrig (>10% – 75%). Die unteren 10% werden als ‚ohne Reaktion‘ angesehen.
Für diejenigen Lebensmittel, die in der Gesamtbevölkerung eine erhöhte Häufigkeit an Reaktivität zeigen (Milchprodukte, Casein, Weizen, Gluten, Eier, Krustentiere, Nüsse und Eier), erfolgt eine andere Einteilung. Bei erhöhter Prävalenz werden die oberen 10% (>90%) als Hoch eingestuft, die folgenden 40% (>50% – 90%) als Moderat und die nächsten 40% (>10% – 50%) als Niedrig eingestuft. Auch hier gelten die letzten 10% (>10%) als nicht reaktiv.
Warum wird auf Candida getestet?
Positive Reaktionen auf Candida weisen auf eine frühere oder aktuelle Candida-Infektion hin. Bei moderaten oder hohen Werten handelt es sich vermutlich eher um eine aktuelle Infektion.
Candida hat die Eigenschaft IgE- und IgG-Immunreaktionen zu verstärken.
Bei einer Candida-Überwucherung setzt Candida Proteasen frei, die sIgA abbauen. Dadurch wird die Mucosa-Immunabwehr geschwächt und die systemischen Reaktionen nehmen zu. Die Folge ist, dass auch bei der Elimination der Reaktionen verursachenden Lebensmittel deren IgE oder/und IgG-Titer länger als erwartet erhöht bleiben.
Erhöhte Titer bei Candida werden häufig gesehen bei den Symptomen Müdigkeit, Fatigue und Blähungen.
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